Wo Gäste ohnehin stehen bleiben
Die beste Stelle ist die, an der Menschen kurz Zeit haben und ihr Handy schon in der Hand halten. Das ist selten der Eingang, wo alle Mäntel abgeben und Hände schütteln, sondern eher der Moment danach.
- Sektempfang: Hier wird gewartet, geplaudert und das erste Foto gemacht.
- Jeder Tisch: Ein kleines Schild neben der Blumendeko erreicht alle, die sitzen.
- Bar und Getränketheke: Wer auf einen Drink wartet, scannt gern nebenbei.
- Neben Fotobox oder Fotowand: Wer dort posiert, will das Bild auch teilen.
- Am Gästebuch oder Geschenketisch: Dort hält fast jeder einmal an.
Größer, als man denkt
Ein Code, der auf dem Bildschirm des Laptops gut aussieht, ist auf dem Tisch oft zu klein. Handykameras erkennen ihn zuverlässig, wenn er im Bild einen ordentlichen Teil ausfüllt — steht er weit weg oder hoch an der Wand, muss er entsprechend wachsen. Auf einem Tischschild in der Größe einer Postkarte oder etwas größer ist man auf der sicheren Seite.
Um den Code herum braucht es einen hellen, leeren Rand. Wird er bis an eine Kante gedruckt oder mit Ornamenten umrahmt, die bis an die Quadrate reichen, erkennen ihn manche Kameras nicht mehr. Dasselbe gilt für farbige oder invertierte Codes: Dunkle Quadrate auf hellem Grund funktionieren immer, Gold auf Schwarz nur manchmal.
Mattes Papier und genug Licht
Glänzendes Fotopapier und laminierte Karten spiegeln. Unter einem Kronleuchter oder im Blitz eines Handys wird dann aus einem Teil des Codes eine weiße Fläche. Mattes Papier oder ein matter Karton vermeidet das zuverlässig.
Am Abend kommt die Beleuchtung dazu. Bei Kerzenschein und gedimmtem Saallicht tun sich Handykameras schwer, besonders ältere. Ein Schild direkt neben der Kerze ist hübsch, aber unpraktisch; besser ist ein Platz, auf den noch etwas Licht fällt, oder ein kleines Aufstelllicht. Wer unsicher ist, probiert es am Nachmittag vor der Feier im Saal einfach aus — bei der Beleuchtung, die abends brennt.
Ein Satz, der sagt, was passiert
Ein nackter Code ohne Erklärung wird kaum gescannt. Niemand hält sein Handy auf etwas, bei dem unklar ist, was dahinter wartet. Ein kurzer Satz löst das: „Eure Fotos von heute — scannen und hochladen“ oder „Teilt eure Bilder mit uns, ganz ohne App“.
Darunter gehört die Adresse der Galerie in lesbarer Form. Sie hilft allen, bei denen die Kamera den Code nicht erkennt, und allen, die lieber tippen. Bei geschützten Galerien steht der Zugangscode direkt daneben, sonst endet der Versuch auf der Eingabemaske.
Vorher mit drei verschiedenen Handys testen
Der wichtigste Handgriff kostet fünf Minuten: Das ausgedruckte Schild mit mehreren Telefonen scannen, am besten mit einem iPhone, einem Android-Gerät und einem älteren Modell. Öffnet sich überall die richtige Galerie? Lässt sich ein Testbild hochladen? Stimmt der Zugangscode, falls einer vergeben ist?
Dieser Test gehört an den Ort der Feier, nicht an den Schreibtisch. Erst dort zeigt sich, ob der Empfang reicht und ob das Licht passt. Wer ihn einer Trauzeugin oder dem Caterer überträgt, hat am Tag selbst einen Punkt weniger im Kopf.
Nicht nur am Abend: Einladung und Dankeskarte
Derselbe Code kann schon auf die Einladung, das Programmheft oder die Menükarte. Dann wissen die Gäste vorher, dass es eine gemeinsame Galerie gibt, und manche laden sogar Bilder vom Junggesellenabschied oder der Anreise hoch.
Auf der Dankeskarte führt er die Gäste später noch einmal zurück — zum Ansehen, zum Herunterladen und für die Bilder, die am Abend liegen geblieben sind.